This! DFB-Skandal: Beckenbauer in Bedrängnis

10. November 2015, 11:03

Belastender Vertragsentwurf aus dem Jahr 2000 soll des Kaisers Unterschrift tragen

Frankfurt/Main – Nach dem Rücktritt von DFB-Boss Wolfgang Niersbach hat Interimspräsident Rainer Koch (56) wegen der Affäre um die WM 2006 in Deutschland Franz Beckenbauer in die Pflicht genommen. Der Chef des Organisationskomitees müsse sich "intensiver in die Aufklärung der Vorgänge einbringen".



Laut der "Süddeutschen Zeitung" (SZ) soll bei den Ermittlungen im Deutschen Fußball-Bund ein belastender Vertragsentwurf aus dem Jahr 2000 (unmittelbar vor der Vergabe der Endrunde 2006) gefunden worden sein.



Der letzte Kaiser.

foto: apa/afp/pavani

Einem Mitglied des Fifa-Exekutivkomitees sollen in dem Papier erhebliche Vorteile für dessen Verband angeboten worden sein. Laut SZ-Informationen handelt es sich bei dem Vertragspartner um Jack Warner (Trinidad und Tobago), den Ex-Präsidenten des Verbands für Nord- und Zentralamerika sowie der Karibik Concacaf.

Das Skandaldokument soll laut "Bild"-Zeitung von Beckenbauer unterschrieben worden sein. Niersbach hatte am Montag nach einer Präsidiumssitzung in Frankfurt am Main wohl auch deshalb seinen Rücktritt als Verbandsboss erklärt. Der 64-Jährige soll erst in der vergangenen Woche von dem in der SZ geschilderten Vorgang erfahren haben.