Podiumsdiskussion: Schlagen, treten, würgen - Europas (Un-)Lust am Kämpfen
Warum Teile Europas sich mit Kampfsport so schwer tun

Wer macht eigentlich Kampfsport, wer schaut sich das an? Und: Braucht eine Gesellschaft überhaupt Kampfsport?

In Deutschland ist Boxen der einzige Kampfsport, der ein bisschen Aufmerksamkeit in den Medien bekommt – doch die großen Zeiten nach dem Henry-Maske-Boom sind vorbei. Mixed-Martial-Arts-Veranstaltungen werden immer beliebter, der Sport, bei dem auch im Bodenkampf geschlagen werden darf, kämpft aber mit öffentlicher Ächtung, wiederkehrenden Verbotsforderungen und Ausstrahlungsverbot im Fernsehen. Zu brutal sei der Sport, jugendgefährdend und gewaltverherrlichend. Das ist bei den Nachbarn ganz anders: In Polen werden Kampfabende im Fernsehen übertragen und in Großbritannien finden MMA-Veranstaltungen mächtige Aufmerksamkeit. Der russische MMA-Kämpfer Fjodor Jemeljanenko wurde schon von Präsident Putin bejubelt. In Norwegen hingegen ist sogar Profiboxen verboten, in Frankreich darf keine MMA-Veranstaltung stattfinden. Was haben all diese Unterschiede mit dem jeweiligen Gesellschaften zu tun?


Referenten
Bernd Pickert, taz-Auslandsredakteur
Werner Kastor, Boxkommentator von Eurosport
Mark Bergmann, Chefredakteur von "GroundandPound"
Frank Burczynski, Kampfsporttrainer
Rany Saadeh, MMA-Kämpfer

Info
Tag: 12.04.2014
Anfang: 13:15 Uhr
Dauer: 01:45
Raum: Café Global


http://taz.de/programm/2014/Europa/de/events/43.html